Green Technology Staffing auf dem Kongress „Energiewende“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.
Am 26.10.2011 ging es in Stuttgart im Haus der Wirtschaft um das spannende Thema künftiger Stromspeicherkonzepte.
Um die Erneuerbaren Energien künftig noch effektiver nutzen zu können, sind Energiespeicher ein wichtiger Bestandteil intelligenter Energiekonzepte, dies machte auch der Baden Württembergische Umweltminister, Franz Untersteller deutlich. Die Tagung verschaffte einen Überblick über den Stand der Technik und das, was in naher und mittlerer Zukunft geplant ist. Das Thema Pumpspeicherwerke wird in Zukunft mehr als bisher eine Rolle spielen, auch wenn das Potential dieser Technologie in Deutschland – anders als in Alpenländern oder in Skandinavien – überschaubar ist. Einen interessanten Ansatz stellte die Voith Hydro GmbH vor: Mit der neuen Generation von Windturbinen mit Nabenhöhen von 140 Metern und mehr sind auch Türme mit größerem Durchmesser notwendig. Werden diese Turbinen dann in auf Höhenzügen errichtet, bietet sich die Technologie an, die Türme als Wasserspeicher für ein Pumpspeicherwerk zu nutzen. Der erste Pilot dazu ist bereits in der Umsetzung, eine spannende Idee. Ein weiteres großes Feld ist die Methanisierung von Strom, etwa als Windgas. Einer der Vorteile der Technologie ist sicher, dass sich bestehende Infrastrukturen sehr gut in die Konzepte einbinden lassen. Windgas wird als Speichermedium eine wichtige Rolle spielen, nicht allein durch den stetigen Ausbau der Windenergie. Einen breiten Raum nahmen die Vorträge und Diskussionen zum klassischsten der elektrischen Speichermedien, der Batterie ein. Interessant ist, dass sich im Prinzip bekannte Technologien, wie die Redox-Flow-Zelle mit der heute zu Verfügung stehenden Technologie für mittlere und größere Speichervolumen nutzen lassen, es gibt bereits serienfertige Produkte auf dem Markt. Bei der Lithium-Ionen Technologie lassen sich durch eine Fertigung größerer Volumen in den nächsten Jahren Preissenkungen realisieren, jedoch nicht in dem Ausmaß wie das vergleichsweise bei den Solarmodulen gelungen ist. Durchaus unterschiedliche Standpunkte wurden in der Diskussion um die Nutzung der Batterien von Elektromobilen als Energiespeicher für das Stromnetz vertreten. Abgesehen von der berechtigten Kritik, dass diese Zielsetzung der Bundesregierung von 1 Mio. Elektromobilen bis zum Jahr 2020 auf deutschen Straßen noch immer mit keiner direkten Förderung von E-Mobilen verbunden ist, sehen Zweifler den Nutzen des Konzeptes im Hinblick auf den Aufwand für fraglich an. Unsere Meinung ist, dass dieser Ansatz sehr wohl konsequent weiter verfolgt werden muss, jedoch deutlich stärker in Verbindung mit lokalen Smart-Grid Konzepten. Auch wenn das manche Energieversorger nicht so gerne hören.
Autor: Ralf Ess, Green Technology Staffing
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