Besuch der Solar Investment Summit in Dubai
Green Technology Staffing besuchte die Solar Investment Summit – Middle East 2011, 26./27.10.2011 in Dubai
Die Schwerpunkte des Kongresses lagen auf den Feldern
Green Technology Staffing besuchte die Solar Investment Summit – Middle East 2011, 26./27.10.2011 in Dubai
Die Schwerpunkte des Kongresses lagen auf den Feldern Technology, Financial Investment, Project Development & Market Entry.
Über zwei Tage gaben Vortragende spannende Einblicke in die lokalen Projekte, internationale Best Practices und wie diese für den Middle East Anwendung finden könnten. Das sehr interessante an der Veranstaltung: Im Gegensatz zu früheren Kongressen wurden die Projekte mit mehr konkreten Zahlen und Fakten belegt.

Unser Eindruck:
Alle sind vom Wachstumspotential der Solartechnologie überzeugt.
Dennoch besteht aktuell etwas Unsicherheit über die lokalen Voraussetzungen, da das politische Umfeld sich noch nicht eindeutig positioniert hat. Kein Wunder, da auf der einen Seite die Erkenntnis nach der Endlichkeit der fossilen Ressourcen auch in den Ölstaaten angekommen ist, auf der anderen Seite eben dieser Rohstoff ja dort preiswert zu haben ist.
Es besteht gleichwohl hohes Interesse an Erneuerbaren Energien, dieser politische und unternehmerische Wille ist ja nicht zuletzt in und durch Masdar eindeutig positioniert. Dennoch gibt es noch einige ungeklärte Fragen wie die Technologie
- für lokale Verhältnisse einsetzbar ist (Sandstürme, Cleaning der Panels bzw. Kollektoren)
- natürlich das Thema Speicher
- auch etwas Unsicherheit im Thema Grid Connection – Anbieter lokalen Stroms müssen nach der Erlaubnis zur Einspeisung fragen, aber es gibt noch keinen eindeutig geregelten und unkomplizierten Prozess
- wie und in welchem Maße daraus auch lokale Wertschöpfung und lokale Beschäftigung entstehen wird.
Eindeutig ist der Fokus in der Anwendung auf großflächigen Solarkraftwerken, die Anwendung auf einzelnen Hausdächern wird als wenig zukunftsträchtig eingeschätzt.
Doch eine Größe macht allen Business Cases zu schaffen: Der lokale Strom / Energiepreis. Zahlt doch der lokale Konsument im Middle East zwischen 2 und 12 US$ Cent/kwh. Dies natürlich nur, weil Energie staatlich subventioniert ist, dazu kommt eine wenig verlässliche Datenbasis, wie hoch der echte Erzeugerpreis ist.
Doch ohne diese Datenbasis sind in der Auslegung des Begriffes „Grid Parity“, je nach individuellem Standpunkt und Vorlieben, alle Interpretationen möglich und macht für potentielle private Investoren die Entscheidung zum Va Bon Spiel.
Besonderes Interesse besteht natürlich auch an lokaler Fertigungskapazität, doch für Investments in mehrstelliger Millionenhöhe fehlt es aktuell noch an echten Erfahrungswerten.
Was nicht heißt, es gäbe keine! Yaseen Alharbi von KACST, Saudi Arabien, hat schon eine Zellfertigung aufgebaut.
Die sinkenden Zell- und Modulpreise auf dem Weltmarkt machen die Entscheidung nicht einfacher.
Doch Hand aufs Herz: Wir kennen diese Entwicklungen vom Telekommunikationsmarkt. Auch dort ist es, wie die Erfahrung zeigt, nicht möglich einmal ein hochmodernes Netz zu installieren und dieses anschließend nur noch zu betreiben. Steigende Datenraten fordern auch hier alle drei Jahre neue Technologien, und wer sich entschließt im Telco Markt zu spielen, der weiß dass es ein ständiges Aufrüsten ist. Ähnliches wird im PV Markt geschehen.
Natürlich arbeiten Hersteller an Nanobeschichtungen, die verhindern, dass Sand und Schmutz auf den Modulen haften bleiben. Manche sogar an „Scheibenwischern“ für Module, um die aufwendige Säuberung von Hand, die im zwei Wochen Takt in Wüstenregionen nötig ist, überflüssig zu machen. Sonne jedenfalls, gibt es genug.
Autor: Conrad Eß, Green Technology Staffing
Toller Post.Habe ein paar tolle Denkanstoesse bekommen. Warte auf neue Beitraege zum Thema.